Donnerstag, 17. Oktober
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Das Gedicht – von Pablo Neruda
Das Wort
Zerknittern will ich diesen Ausdruck,
verbiegen will ich ihn,
jawohl,
er ist zu glatt,
er ist, als hätte ein großer Hund oder großer Fluß
ihn abgeleckt und abgespült
viele Jahre lang.
Am Wort soll man
das Rauhe sehen,
das Eisensalz,
der Erde
zahnlose Kraft,
das Blut
derer, die gesprochen und die nicht gesprochen haben.
Den Durst will ich sehen
in den Silben,
das Feuer berühren
im Klang.
Das Dunkle will ich spüren
im Aufschrei. Worte
will ich, so rauh
wie unberührte Steine.
Ein Impuls
Es gibt ein Wort, das rauh ist, nicht glatt zu bekommen, und wenn es doch geschieht, dann muss es zerknittert werden: Gott
Der Weg in die Gegenwart
Zerknitterte Wörter finden
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.
Quelle
Pablo Neurda, In deinen Träumen reist dein Herz.


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