Mittwoch, 16. Oktober
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Das Gedicht – aus dem Buch Kohelet
Koh 3, 1-8.11
Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit:
eine Zeit zum Gebären / und eine Zeit zum Sterben, / eine Zeit zum Pflanzen / und eine Zeit zum Ausreißen der Pflanzen,
eine Zeit zum Töten / und eine Zeit zum Heilen, / eine Zeit zum Niederreißen / und eine Zeit zum Bauen,
eine Zeit zum Weinen / und eine Zeit zum Lachen, / eine Zeit für die Klage / und eine Zeit für den Tanz;
eine Zeit zum Steinewerfen / und eine Zeit zum Steinesammeln, / eine Zeit zum Umarmen / und eine Zeit, die Umarmung zu lösen,
eine Zeit zum Suchen / und eine Zeit zum Verlieren, / eine Zeit zum Behalten/ und eine Zeit zum Wegwerfen,
eine Zeit zum Zerreißen/ und eine Zeit zum Zusammennähen, / eine Zeit zum Schweigen / und eine Zeit zum Reden,
eine Zeit zum Lieben / und eine Zeit zum Hassen, / eine Zeit für den Krieg / und eine Zeit für den Frieden.
Das alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit. Überdies hat er die Ewigkeit in ihr Herz hineingelegt,
Ein Impuls
Es ist nicht egal, ganz und gar nicht. Nur sind die Zeiten größer als unser enger Zeithorizont. Das liegt nicht nur an der Fülle der Zeiten, die wir auch noch unterschiedlich erleben. Das liegt an dem bisschen Ewigkeit, das Gott hinein gemogelt hat, jene Momente, in denen Zeit zur Gegenwart wird.
Der Weg in die Gegenwart
Die Zeiten des Tages wahrnehmen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.
Quelle
Das Buch Kohelet, Einheitsübersetzung


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