5.9.24 Unter deinem Himmel leben. Der Sommerblog

Donnerstag, 5. September

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Himmel in mir

Hildegard von Bingen:

Wenn ich mit offenem Auge betrachte,
was du, mein Gott, geschaffen hast,
besitze ich hier schon den Himmel.

Ruhig sammele ich im Schoß
Rosen und Lilien und alles Grün,
während ich deine Werke preise.

Dir schreibe ich meine Werke zu.
Freude entspringt der Traurigkeit,
und die Freude macht glücklich.

Ein Impuls

Hildegard macht nicht den Himmel, sie empfängt ihn: Mit den Augen, die mehr sehen als das Vordergründige, mit einer Seele, die ruhig und wach ist zugleich, so sammelt sie die Schönheit der Schöpfung und kann Gott loben. Das, was sie vollbringt, bindet sich wieder an Gott. Empfangen – Anschauen – Verweilen – Loben. Der Himmel in mir.

Der Weg in die Gegenwart

Der Sehnsucht Raum geben.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.