Montag, 2. September
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Erdenwege
Die Wegimpulse sind inspiriert von meinem Pilgerweg von Lausanne nach Rom, den ich 2009 zu Fuß gegangen bin.
Am Meer. Auf den Apennin folgt das Meer. Die beschriebene Wegführung schlängelt sich an den Hängen entlang. Ich beschließe, einfach bis zum Meer zu laufen und dann immer an der Küste entlang. So komme ich durch die Badeorte. Vom Meer ist nicht viel zu sehen, der Strand ist durch die Badeanstalten abgegrenzt. So komme ich an Pfingsten schließlich in Lido di Camaiore an, um dort zwei Nächte zu bleiben. Leider ist das Wetter nicht nach Baden. Einerseits tut die Pause gut, andererseits will ich weiter gehen. Irgendwie passt es nicht, pilgern und Badeanstalten.
Ein Impuls
Es passt nicht immer. Manchmal fühlt man sich am falschen Platz, oder der Plan für einen Tag ist doch nicht so gut, wie gedacht. Das kann an äußeren Dingen liegen, aber auch an einem selbst. Auch beim Meditieren kann es passieren, dass es nicht passt. Sammlung will nicht gelingen, weil alles zu laut und unruhig ist. Oft ist die Unruhe dann in einem selbst und die äußere wirkt wie ein Verstärker. Es ist die Kunst zu erkennen, was jetzt dran ist, auch wenn man es nicht immer umsetzen kann. Dann hilft eine italienische Kunst, die „arte dell’arrangiarsi“, die Kunst des sich Arrangierens. Ich meditiere eben meine Zerstreuungen oder versuche, nicht mehr ganz so unruhig zu sein.
Der Weg in die Gegenwart
Den Tag Revue passieren lassen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.


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