Samstag, 17. August
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Schöpfungszeit
Der Mond wächst und wächst und nähert sich dem Vollmond. Schon steht er dickbäuchig am Himmel und leuchtet in der Sommernacht. Einige Nächte noch und dann wird der große Lampion von der anderen Seite wieder kleiner. Doch jetzt steht sie am Himmel, eine Kugel mit einer kleinen Delle und schickt das Sonnenlicht in die Nacht.
Ein Impuls
Es ist immer der eine Mond, der am Himmel steht, mal mehr, mal weniger, mal ganz und mal gar nicht sichtbar. Wir können das Phänomen astronomisch erklären und wir können es berechnen und doch fasziniert es immer wieder. Es gibt eine Ahnung der Größe und Großartigkeit der Schöpfung und vom Schöpfer selbst: Mal ist Gott ganz klar am persönlichen Horizont, mal spüre ich, wie die Beziehung wächst, dann nimmt sie auch wieder ab und kann auch dunkel sein wie eine Neumondnacht. Doch anders als die Mondphasen bleibt Gott unberechenbar. Doch lässt er sich ahnen und spüren, wie in einer Mondnacht. Mit Joseph von Eichendorff (Mondnacht): Es war, als hätt’ der Himmel / die Erde still geküßt
Der Weg in die Gegenwart
Einen Moment verweilen. Das Ohr neigen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.


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