Montag, 12. August
Audio
Erdenwege
Die Wegimpulse sind inspiriert von meinem Pilgerweg von Lausanne nach Rom, den ich 2009 zu Fuß gegangen bin.
Nach den Alpen ging der Weg durch das sich weitende Aosta-Tal. Nach und nach wechselt die Sprache von Französisch nach Italienisch und der späte Frühling hält Einzug. Schließlich erreiche ich Ivrea und die Po-Ebene, ein Kontrast zu den mächtigen Bergen. Sie ist vor allem eins: flach. Der Reisanbau prägt die Landschaft mit dem flachen Wasser, das wie ein großer Spiegel erscheint, und mit dem Grün der Pflanzen, beides findet sich nebeneinander. Gehen ist hier eintönig – oder kontemplativ. Der Weg fordert eine andere Aufmerksamkeit als in den Alpen. Weil die Landschaft von Kanälen durchzogen ist, kann man unvermittelt vor einem durchaus breiten und tiefen Wasser stehen, wenn man die Abzweigung versäumt.
Ein Impuls
Die Po -Ebene ist für mich ein Bild des Alltags. Vieles wiederholt sich und es kann auch anstrengend sein – als ich unterwegs war, stieg das Thermometer bis auf über 40 Grad. Mit der Aufmerksamkeit auch bei der Routine nicht nachlassen. Vielleicht ist es eintönig oder kontemplativ, je nach Sichtweise kann das, was ich gerade tue, auch ein Gebet sein.
Der Weg in die Gegenwart
Den Tag Revue passieren lassen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.


Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.