24.3.24 Du selbst sein. Der Blog mit Madeleine Delbrêl

Sonntag, 24. März

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In der Armut eines banalen Lebens

Es ist etwas später geworden und ich gehe heim über die Berger Straße mit ihren auch zu späterer Stunde gut besuchten Lokalen, Kneipen, Döner-Buden und 24 Stunden Kiosks. Es ist nochmal kalt geworden, dennoch sind einige an diesem Abend unterwegs. An der Weinbar sitzen Menschen draußen in den Strandkörben, die sich auf dem Gehsteig drängen. Die Sportkneipe hat eine „Ladies-Night“ ausgerufen. Der Blick durchs Fenster weckt Zweifel am Erfolg dieser Werbemaßnahme, die Männer bleiben unter sich. Am unteren Ende der Straße drängen sich viele junge Menschen in einem Lokal, das Baklava anbieten. Es ist Ramadan, wohl auch deshalb finden die Süßigkeiten guten Absatz,

Ein Impuls

Madeleine holt die Liturgie aus der Kirche in ihr Viertel. Protagnisten sind nicht der Pfarrer und die Messdiener, sondern die Menschen, die sie antrifft. Das Heilige ist auch auf der Straße, ohne profan zu werden, und ohne jemanden zu vereinnahmen. Meine Perspektive ändert sich. Irgendwie geht Gott mit über die Berger Straße, in die Lokale und die Gespräche. So ganz genau weiß ich das nicht und nur weil mir etwas auffällt, muss das ja noch nicht genau der Blick Gottes sein. Der ist eigentlich immer weiter als meiner. Gott sei Dank.

Mystik der Gegenwart

In die eigene Mitte spüren.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.