20.3.24 Du selbst sein. Der Blog mit Madeleine Delbrêl

Mittwoch, 20. März

Audio

In der Armut eines banalen Lebens

Ein Zufallsfund führte mich sozusagen ins Café le Clair du Lune: Der Song „Southbound“ von der Allman Brothers Band. Der Song aus den 70ern fängt wie viele Rocksongs an. Er ist nicht schlecht, zieht einen auch nicht direkt in den Bann. Vielleicht haben Madeleines Musiker ähnlich gespielt. Doch beim ersten Zwischenspiel, der Bridge, drehen die Musiker auf, und nach der letzten Strophe gibt es kein Halten, sie spielen – wie Madeleines Pianist – aus Freude an guter Musik. Es hat Drive und ist zugleich einfach und musikalisch komplex. Eine Freude zuzuhören.

Ein Impuls

Musik hat viel mit Vorlieben zu tun. Gut möglich, dass nicht allen der Song gefällt. Den einen reißt er mit, den anderen lässt er kalt. Ein wenig wie im Alltag. Es gibt Tage, die einen mitreißen und andere, bei denen man froh ist, dass sie vorbei sind. Und es gibt Tage, die gewöhnlich anfangen und auf einmal Schwung, den Drive, entwickeln. Gott kann, glaube ich, ziemlich gut dazu improvisieren und seine Melodie hineinweben. Dieser Tag, eine Jam – Session mit Gott. Was gespielt wird? Die Musik allumfassender Liebe, mal in Moll, mal in Dur, ruhig und schnell, du und Gott und wer noch zur Band gehört, finden es heraus im Spiel, das aufeinander hört.

Hier geht’s zur Musik: Southbound; ab ca. 3:50 beginnt die große Schluss – Impro.

Mystik der Gegenwart

In die eigene Mitte spüren.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.