19.3.24 Du selbst sein. Der Blog mit Madeleine Delbrêl

Dienstag, 19. März

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In der Armut eines banalen Lebens

Auf dem Fahrradtrainer kann man ordentlich ins Schwitzen kommen. Das Handtuch leistet dann gute Dienste. Da erinnere ich mich an eine ganz andere Gelegenheit, wo ich ein Handtuch gegen den Schweiß brauchte: Die Weihnachtsakademie im Germanikum in Rom. In meiner Studienzeit war ich dort einer der Verantwortlichen für die Musik. Alle zwei Jahre gab es ein größeres Konzert, eben jene Weihnachtsakademie. Die Chöre sangen, das Orchester und einige kleine Ensembles haben ebenfalls geprobt und auch einige Solisten traten auf. Neben der Chorleitung hatte ich einige begleitende Klavierparts. Das Handtuch tat seinem Namen alle Ehre, schon vor dem ersten Ton war es gut, den Schweiß abzutrocknen und so weniger Aquaplaning auf den Tasten zu haben.

Ein Impuls

Vor Anstrengung oder Lampenfieber kann man schon mal ins Schwitzen kommen. Wie ist das mit Gott? Sicherlich ist es weder gut noch heilsam, wenn man immer Schweißausbrüche bekommt, sobald es um Gott geht. Der Gott Jesu ist kein Gott der Angst, sondern des Lebens. Aber ohne Anstrengung und manchmal Anspannung geht es auch nicht, denn Gott ist auch nicht beliebig, der fordert auch heraus. Es gilt sich immer wieder auszurichten zwischen den beiden Polen von Kontemplation und Aktion, in dem Vertrauen, dass Gott ein Handtuch bereithält, wenn es nötig ist, und dass er wie ein guter Trainer Mut macht.

Mystik der Gegenwart

In die eigene Mitte spüren.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.