13.3.24 Du selbst sein. Der Blog mit Madeleine Delbrêl

Mittwoch, 13. März

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In der Armut eines banalen Lebens

Es war eine lange und gute Tagung. Nun gehe ich voll und leer zugleich nach Hause. Frische Luft tut jetzt gut, am liebsten eine frische Brise am Meer mit Blick auf den Horizont. Das kann die Stadt nicht bieten. So nehme ich vorlieb mit dem, was da ist, und lasse mich einfach etwas treiben. Ich sehe die Menschen, die in der Fußgängerzone flanieren und jene, die dort sind, weil sie keinen anderen Ort haben. Ich komme durch eine Gasse, in der ich noch nie war, obwohl sie gleich um die Ecke liegt. Kneipen und Höfe wechseln sich ab. Langsam bricht die Dämmerung herein. Ein Spaziergang am Pflasterstrand.

Ein Impuls

Madeleine sagt einmal, man solle sich beim Gebet und geistlichem Leben auf das schauen, was ist. Oft wolle man, sagt sie, ein mehrgängiges Menü haben, und ist enttäuscht, dass es nicht klappt, aber das Butterbrot sehe man nicht. Lernen, sich an dem zu freuen, was ist, das ist mehr als sich (und Gott) unter Druck zu setzen. Warum sollte Gott nicht in dem sein, was ist?

Mystik der Gegenwart

Auf das Lächeln achten.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.