Dienstag, 12. März
Audio
In der Armut eines banalen Lebens
Am Nachmittag kommt die Sonne raus. Auch der Marimba-Spieler auf der Zeil traut sich mit seinem Instrument raus und beginnt zu spielen als ich gerade vorbeikomme. Er spielt sehr gut, die Melodie kenne ich, ein Popsong, aber mir fällt der Titel nicht ein. Noch als ich längst um die Ecke gebogen bin, kann ich sein Spiel noch hören, unterbrochen von anderen Geräuschen geht es mehr und mehr in den Hintergrund. Innerlich summe ich die Melodie weiter.
Ein Impuls
Ich glaube, dass Gott ein ziemlich guter Straßenmusiker ist, der unermüdlich seine Musik spielt, die „Musik allumfassender Liebe“, wie sie Madeleine nennt. Mal ist sie gut zu hören, mal tritt sie in den Hintergrund, wird von anderen Dingen des Alltags unterbrochen und überdeckt. Innerlich kann sie weiterklingen. Dass es mal so und mal so ist, macht nichts. Denn Gott spielt nicht so sehr in einem Konzertsaal, wo alles still ist, sondern auf der Straße, im Lärm des Alltags. Das ist seine Bühne.
Mystik der Gegenwart
Auf das Lächeln achten.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.


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