9.3.24 Du selbst sein. Der Blog mit Madeleine Delbrêl

Samstag, 9. März

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In der Armut eines banalen Lebens

Gegen Mittag gehe ich die Berger Straße, die von vielen Geschäften, Cafés und Restaurants gesäumt ist, entlang. „Ah, der Postino“ kommt mir das italienische Wort für Postbote mit ein bisschen Italien-Nostalgie in den Sinn, als ich ihn mit seinem Briefwagen auf dem Gehsteig sehe. Ein paar Straßen weiter stehen zwei Paktedienste und noch etwas weiter wirft ein privater Briefdienst seine Post ein. Heute sind viele Boten unterwegs. Als ich zu Hause ankomme, ist der Postbote gerade vor unserer Tür. „Guten Tag“ grüße ich. „Buongiorno“ grüßt er zurück.

Ein Impuls

Wie viele Boten haben meinen Weg gekreuzt. Sie bringen Post und Pakete, andere ein gutes Wort oder ein Lächeln, so viele Boten sind unterwegs. Madeleine sieht sie in der Metro, auf der Straße, in einem kleinen Kind, für das sie sich in die Hocke begibt. In diesen Boten will Gott er selbst sein. Und das Wunderbare ist, dass ich nicht nur Empfänger bin, sondern selbst Bote sein kann, oder mit dem griechischen Wort: Angelos. Engel.

Mystik der Gegenwart

Auf das Kleine achten.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.