28.2.24 Du selbst sein. Der Blog mit Madeleine Delbrêl

Mittwoch, 28. Februar

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In der Armut eines banalen Lebens

Ein Blick aus dem Fenster: Im Frankfurter Büro sehe ich direkt den „Naschmarkt“ und etwas um die Ecke einen Ausschnitt des Domes. Zuhause fällt der Blick aus dem Arbeitszimmer auf das Nachbarhaus und die Straße, in der Küche kann ich auf den Schulhof der benachbarten Schule blicken. Manchmal geht der Blick gedankenversunken nach draußen und noch weiter in die Ferne, mal schaue ich genau, ob es regnet oder neugierig, was gerade draußen geschieht. Hinter jedem Fenster schaut es immer wieder anders aus.

Ein Impuls

Es gibt eine Wirklichkeit draußen, Der Naschmarkt, die Straße, der Schulhof. Schon diese ist immer wieder anders. Je nachdem, wie meine Stimmung und Aufmerksamkeit ist, sehe ich anders aus dem gleichen Fenster. Aus dem Fenster dieser Welt schaue ich auf Gott. Mal klar, mal gedankenversunken, mal ganz abwesend. Nicht immer kann ich sagen, was ich eigentlich sehe. Manchmal entdecke ich etwas, manchmal auch nicht, weil es draußen dunkel ist, oder weil mein Fenster mal dringend geputzt werden müsste. Das Fenster meines Glaubens.

Mystik der Gegenwart

Mit dem Blick für eine kleine Weile bei einer Sache verweilen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.