16.2.24 Du selbst sein. Der Blog mit Madeleine Delbrêl

Freitag, 16. Februar

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In der Armut eines banalen Lebens

Ich habe in den vergangenen Wochen eine Reha gemacht. Eine Frucht davon ist, dass ich jetzt in einem Studio trainiere. Ich mache jetzt das, worüber ich mich vor einiger Zeit hier im Blog gewundert habe, und sitze auf einem Rad und strampele, ohne von der Stelle zu kommen. Zugleich bekomme ich einen Einblick in diesen eigenen Kosmos, der nicht nur von pumpenden und muskelbepackten jungen Männern bevölkert wird, sondern von ganz unterschiedlichen Menschen allen Alters und aller Fitnessgrade. Man muss keine Sportskanone sein, um einfach trainieren zu können.

Ein Impuls

Das Christentum und der Leib, das ist eine nicht immer versöhnte Geschichte. Oft wird der Leib abgewertet. Natürlich gibt es auch einen Körperkult. Es gibt aber auch die liebevolle Sorge. Ob das jetzt Sport ist oder einfach das achtsame Hören auf die Signale des Körpers, ist nicht entscheidend. Wenn Paulus vom Leib als dem Tempel Gottes spricht, dann kann es ja nicht ganz verkehrt sein, sich etwas um diesen Tempel zu kümmern. Indirekt fordert Jesus auch dazu auf. Wenn er bei Matthäus sagt, dass man, wenn man fastet, sich waschen solle und das Haupt salben, dann heißt das einfach gesagt: Du darfst schön sein.

Mystik der Gegenwart

Eine Minute einfach da sein und du selbst sein, so wie es jetzt gerade ist.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.