17. Dezember

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Gleis 17
In jedem größeren Bahnhof gibt es eine Bahnhofsbuchhandlung. „Bücher und Zeitschriften“ steht über dem Eingang und das beschreibt das Angebot ziemlich gut. Wenn noch Zeit bis zur Abfahrt des Zuges ist, gehe ich gerne in die Bahnhofsbuchhandlung und stöbere ein wenig. Es ist schon erstaunlich, wie viele Zeitschriften es gibt und zu welchen Themen man etwas lesen kann. Manchmal siegt die Neugier und ich habe eine ungeplante Reiselektüre.
Ein Impuls
Das Stöbern in der Bahnhofsbuchhandlung ist nicht in erster Linie ein zielgerichtetes Suchen, sondern mehr ein neugieriges Schauen mal hier, mal dort. Vielleicht findet sich eine Lektüre, vielleicht auch nicht. Man könnte sagen es, es ist ein Zeitvertreib, der das Warten verkürzt. Vielleicht kann es mit diesem Sonntag ähnlich sein. Er unterbricht, wie das Warten, die geschäftige Woche und lädt ein, einfach einmal hier und dort zu schauen. Vielleicht findet sich etwas Spannendes für die nächste Woche, vielleicht auch nicht, aber er unterbricht den Fahrplan der Woche und schenkt unverplanten Freiraum.
Der Weg in die Gegenwart
Innehalten. Mit einem bewussten Schritt oder Atemzug weitergehen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.


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