11. Dezember

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Gleis 11
Gestern war ich wieder am Bahnhof und da habe ich sie entdeckt: Die Bahnhofskrippe. Große Holzfiguren, Maria und Josef sind ungefähr 1,50 m groß, das Jesuskind, Tiere, Hirten und Könige, schlichte moderne Figuren. Die ganze Krippe ist einfach gehalten: ein roter Teppich, auf dem die Szene aufgebaut ist, ein Zäunchen drumherum, das ist alles. Bei näherem Hinsehen entdecke ich, dass einer der Könige Johannes XXIII ist, mit einer Taube in der Hand, und ein Krippentier ist ein Löwe, der Stroh frisst, ganz nach der Vision des Jesaja.
Ein Impuls
Nicht nur ich halte an der Krippe an. In all der Hektik des Bahnhofs ist hier eine Ruheinsel, wo die Leute verweilen. Kinder mit großen Augen staunen, eine Mutter erklärt und andere stellen ihren Rollkoffer ab, bleiben stehen und schauen. Das Kind in der Krippe vermag auch heute Menschen zum Innehalten bewegen. Vielleicht schenkt dieser Tag solch einen Krippenmoment.
Der Weg in die Gegenwart
Innehalten. Mit einem bewussten Schritt oder Atemzug weitergehen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.


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