Sonntag, 26. November
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Ein Text (Ez 34, 11–12.15–17a)
Siehe, ich selbst bin es, ich will nach meinen Schafen fragen und mich um sie kümmern. Wie ein Hirt sich um seine Herde kümmert an dem Tag, an dem er inmitten seiner Schafe ist, die sich verirrt haben, so werde ich mich um meine Schafe kümmern und ich werde sie retten aus all den Orten, wohin sie sich am Tag des Gewölks und des Wolkendunkels zerstreut haben. Ich, ich selber werde meine Schafe weiden und ich, ich selber werde sie ruhen lassen – Spruch Gottes, des Herrn. Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist. Ihr aber, meine Herde – so spricht Gott, der Herr —, siehe, ich sorge für Recht zwischen Schaf und Schaf.
Ein Impuls
Es ist die 1. Lesung vom heutigen Christkönigsfest und sie zeigt einen König, der so ganz anders ist, der sich um alle kümmert, von den Mageren bis zu den wohl Genährten. So ist er er selbst. Und dazu braucht er uns, wie Madeleine Delbrêl schreibt, anknüpfend an den Gott, der er selbst ist:
Du hast uns heute Nacht in dieses Café Le Clair de Lune geführt. Du wolltest dort du selbst sein für ein paar Stunden der Nacht. Durch unsere armselige Erscheinung, durch unsere kurzsichtigen Augen, durch unsere liebeleeren Herzen wolltest du all diesen Leuten begegnen, die gekommen sind, die Zeit totzuschlagen. Und weil deine Augen in den unsren erwachen, weil dein Herz sich öffnet in unserm Herzen, fühlen wir, wie unsere schwächliche Liebe aufblüht, sich weitet wie eine Rose, zärtlich und ohne Grenzen für all diese Menschen, die hier um uns sind.
Der Weg in die Gegenwart
Die Menschen, die mir heute begegnen, noch einmal in einem ruhigen Moment vor Augen stellen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.
Brecht auf ohne Landkarte und wisst, dass Gott unterwegs zu finden ist, und nicht erst am Ziel. Versucht nicht, ihn nach Originalrezepten zu finden, sondern lasst euch von ihm finden in der Armut eines banalen Lebens. (Madeleine Delbrêl)


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