Mittwoch, 22. November
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Eine Entdeckung
In der „jüdischen Allgemeinen“ finde ich einen Artikel von Rabbiner Yaakov Zinvirt zum Monat Kislew, der in etwa in unseren November fällt. Der Name stamme entweder aus dem Babylonischen und bedeute so viel wie „Furche“, die man nach dem vorangegangenen Regenmonat Cheschwan zieht oder er kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „Kessel“, was für Hoffnung auf Regen stehe. Zinviert schreibt dann: „Nach Rabbi Elieser wurde die Welt im Tischri erschaffen, die Sintflut begann am 17. Cheschwan und fand ihr Ende im Kislew. Da erschien der Regenbogen als Zeichen des Bündnisses mit G’tt.“ (Der ganze Artikel: https://www.juedische-allgemeine.de/glossar/kislew/)
Ein Impuls
Es geht um Sammeln und die Vorbereitungen für die Saat. Rabbi Elieser beschreibt den Wintermonat nicht allein als eine Zeit, in der alles vergeht, es ist zugleich eine Zeit des Beginnens, nach der Flut und nach dem Regenmonat. Der Regenbogen, das Bundeszeichen, erscheint im Kislew. Im November stehen die Dunkelheit und das Vergehen vor Augen. Wie wäre es für heute, ein wenig aus der Perspektive von Rabbi Elieser zu schauen: Zeit des Anfangs.
Der Weg in die Gegenwart
Die Menschen, die mir heute begegnen, noch einmal in einem ruhigen Moment vor Augen stellen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.
Brecht auf ohne Landkarte und wisst, dass Gott unterwegs zu finden ist, und nicht erst am Ziel. Versucht nicht, ihn nach Originalrezepten zu finden, sondern lasst euch von ihm finden in der Armut eines banalen Lebens. (Madeleine Delbrêl)


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