Mittwoch, 15. November
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Ein Text: Gen 28, 10 – 12
Jakob zog aus Beerscheba weg und ging nach Haran. Er kam an einen bestimmten Ort und übernachtete dort, denn die Sonne war untergegangen. Er nahm einen von den Steinen dieses Ortes, legte ihn unter seinen Kopf und schlief dort ein. Da hatte er einen Traum: Siehe, eine Treppe stand auf der Erde, ihre Spitze reichte bis zum Himmel. Und siehe: Auf ihr stiegen Engel Gottes auf und nieder.
Ein Impuls
Die Engel Gottes steigen auf und nieder, es gibt eine Verbindung von Himmel und Erde und von Erde und Himmel. Das ist keine Einbahnstraße, so wie Beten keine Einbahnstraße ist: Ich lasse die Erde, meine alltägliche Welt aufsteigen. Ebenso steigt Gottes Wort herab, in meine alltägliche Welt. Das Göttliche ist ein stetig fließender Strom, in den ich mich hineinbegeben kann und der mich hineinnimmt. Jakob schaut es im Bild der Himmelsleiter. Sie steht im banalen Alltag.
Der Weg in die Gegenwart
Eine Minute einfach dasein, sich finden lassen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.
Brecht auf ohne Landkarte und wisst, dass Gott unterwegs zu finden ist, und nicht erst am Ziel. Versucht nicht, ihn nach Originalrezepten zu finden, sondern lasst euch von ihm finden in der Armut eines banalen Lebens. (Madeleine Delbrêl)


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