Dienstag, 14. November
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Ein Ereignis
Es ist Sonntag und ich bin zur Martinsvesper in Mainz. Es ist noch etwas Zeit und ich gehe für eine heiße Schokolade in ein italienisches Eiscafé. Die Einrichtung ist eine Mischung aus modern und 60er Jahre, rot und weiß das Farbprogramm. Mein Blick fällt auf ein kleines Kreuz an der Wand über der Theke. Ein silberner Korpus und das Kreuz im Rot des Cafés aus Glas.
Ein Impuls
Das ist schon eine eigene Ästhetik, geht mir durch den Kopf. Doch dann muss ich an Madeleine denken: Wenn Gott sich unterwegs finden lässt, dann sieht er auch nach „unterwegs“ aus, in diesem Café eben rot. Vielleicht liegt darin ja ein Problem: Zu sehr die eigenen Bilder vor Augen zu haben und nicht zu sehen, dass Gott im Alltagsgewand schon längst da ist.
Der Weg in die Gegenwart
Eine Minute einfach dasein, sich finden lassen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.
Brecht auf ohne Landkarte und wisst, dass Gott unterwegs zu finden ist, und nicht erst am Ziel. Versucht nicht, ihn nach Originalrezepten zu finden, sondern lasst euch von ihm finden in der Armut eines banalen Lebens. (Madeleine Delbrêl)


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