6.11. Ohne Landkarte – Der Novemberblog

Montag, 6. November

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Ein Ereignis

Ich habe mich zur Meditation niedergelassen. Der Körper hat seine Haltung gefunden, der Atem fließt, nur die Gedanken wollen sich nicht recht niederlassen. Es ist, als ob sie Reigen tanzen, ein Gedanke gibt an den nächsten weiter, sie laufen miteinander und durcheinander. Erst am Ende der Zeit kehrt Ruhe ein

Ein Impuls

Nachdem die Zeit rum war, hätte da die Meditation eigentlich beginnen können? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Ich übe Geduld und Warten, beides fällt nicht immer leicht, auch im Alltag nicht. Ich spüre, was jetzt da ist. So merkwürdig, lästig, komisch, banal es mir erscheint, es kann jetzt für mich der Ort Gottes sein.

Der Weg in die Gegenwart

Sich einen Moment nehmen und spüren, was ist, in mir und um mich herum.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

Brecht auf ohne Landkarte 
und wisst, dass Gott unterwegs zu finden ist,
und nicht erst am Ziel.
Versucht nicht, ihn nach Originalrezepten zu finden,
sondern lasst euch von ihm finden
in der Armut eines banalen Lebens. 
(Madeleine Delbrêl)