Donnerstag, 2. November
Audio
Ein Ereignis:
So ein Navi ist eine feine Sache. Man gibt das Ziel ein und schon gibt es eine Karte mit der Route. Auch Staus werden berücksichtigt. In dieser Woche aber hat auch das nichts genützt. Egal, wie ich gefahren bin, überall war die Straße dicht. Mit Hin- und Rückfahrt summierte sich das auf fast eine Stunde.
Ein Impuls
Ob nun mit dem Auto oder mit Bus und Bahn, planen ist schwierig und es empfiehlt sich, immer einen Puffer einzubauen. Oder stimmen vielleicht die Karten nicht? Es wird immer die theoretisch schnellstmögliche Strecke angenommen, die sich dann regelmäßig an der Wirklichkeit bricht. Vielleicht brauche ich einfach etwas Entschleunigung, nicht nur im Verkehr. Mit Gott ist das ähnlich. Da funktioniert der vermeintlich schnellste Weg in schöner Regelmäßigkeit auch nicht und die geplante Gebetszeit entwickelt sich ganz anders oder sie findet sich zu einer Zeit und einem Ort, den ich nicht vermute, unterwegs.
Der Weg in die Gegenwart
Für einige Momente innehalten.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.
Brecht auf ohne Landkarte und wisst, dass Gott unterwegs zu finden ist, und nicht erst am Ziel. Versucht nicht, ihn nach Originalrezepten zu finden, sondern lasst euch von ihm finden in der Armut eines banalen Lebens. (Madeleine Delbrêl)


Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.