Mittwoch, 25. Oktober
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Ein Ereignis:
Ich bin dankbar für den Wechsel der Jahreszeiten. Sie geben dem Jahr einen Rhythmus und sind wie ein großes Einüben von Vergehen und Werden, von Loslassen und Empfangen. Nach den sonnigen Tagen des Oktobers hat sich jetzt schon so etwas wie Novembergrau breitgemacht. In seinem Grau wirkt der Himmel wie ausgeschnitten und die Bäume leuchten in ihrer bunten Schönheit, ein Sonnengruß durch den Regen hindurch.
Ein Impuls
Der Himmel versteckt sich schon mal im Alltagsgrau. Ein Tag kann schrecklich banal sein, mit seinen ganz normalen Aufgaben, gewöhnlichen Begegnungen und dem Tun, was man immer so macht. In einer Zeit, wo alles zum „Event“ und „Erlebnis“ wird, mag das wie eine Zumutung erscheinen. Das echte Leben spielt sich woanders ab. Doch spielt sich das meiste Leben im Alltag ab. Manchmal kann Alltagsgrau auch sehr erholsam sein. Die Sinne kommen zur Ruhe, ich muss gar nichts Großartiges machen. Hier und da ein Farbtupfer, das genügt. Gott kann auch gut in Grau malen.
Der Weg in die Gegenwart
Mit einem Dank den Tag beginnen und ihn beenden.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.
Der Gesang
Kanon in D – Dur, von Johann Pachelbel.


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