28.9. Lukas. Tagebuch eines Landarztes

Donnerstag, 28. September

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Der Text: Lk 21, 20 – 24

Wenn ihr aber seht, dass Jerusalem von Heeren eingeschlossen wird, dann erkennt ihr, dass seine Verwüstung bevorsteht. Dann sollen die Bewohner von Judäa in die Berge fliehen; wer in der Stadt ist, soll sie verlassen, und wer auf dem Land ist, soll nicht in die Stadt gehen. Denn das sind die Tage der Vergeltung, damit alles in Erfüllung geht, was geschrieben steht. Wehe den Frauen, die in jenen Tagen schwanger sind oder ein Kind stillen! Denn große Bedrängnis wird über das Land hereinbrechen und Zorn über dieses Volk. Mit scharfem Schwert wird man sie erschlagen, als Gefangene wird man sie zu allen Völkern schleppen und Jerusalem wird von den Völkern zertreten werden, bis die Zeiten der Völker sich erfüllen.

Ein Impuls

Was können Menschen einander antun? Für den Schrecken braucht es nicht die Prophezeiung Jesu über Jerusalem, die wohl eingetreten war, als Lukas es aufschrieb. Titus hatte Jerusalem erobert und den Tepel geplündert. Es war die Katastrophe für das Volk Israel. Man braucht nur die Nachrichten zu schauen, um zu sehen, dass es auch heute geschieht. dass mit scharfem Schwert gewütet wird. Nichts davon will Lukas rechtfertigen. Gewalt ist Gewalt. Schweigt Gott? Oder hält er es aus, geht mitten hinein?

Der Weg in die Gegenwart

Die Hände ausbreiten. Den Tag empfangen – oder ihn gehen lassen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.