Donnerstag, 14. September
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Der Text: Lk 20, 27 – 34
Von den Sadduzäern, die bestreiten, dass es eine Auferstehung gibt, kamen einige zu Jesus und fragten ihn: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterlässt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder die Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen verschaffen. Nun lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos. Da nahm sie der zweite, danach der dritte und ebenso die anderen bis zum siebten; sie alle hinterließen keine Kinder, als sie starben. Schließlich starb auch die Frau. Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt. Da sagte Jesus zu ihnen: Die Kinder dieser Welt heiraten und lassen sich heiraten.
Ein Impuls
Die Antwort Jesu auf die absurde Geschichte ist länger. Ihr erster Satz jedoch bringt es bereits auf den Punkt: Die Kinder dieser Welt. Jesus baut keinen Gegensatz zwischen Himmel und Erde auf. Er gibt den Hinweis, dass der Himmel nicht eine ins Unermessliche gesteigerte Erde ist. Das ist ja die Pointe der Geschichte der Sadduzäer: Dass sie eine irdische Wirklichkeit und Anweisung, die dem Witwenschutz diente, ins Unermessliche steigern. Aber Gott und sein Reich sind mehr als unsere groben Vergrößerungen. Das gilt für die Sadduzäer und darüber hinaus. Gott ist größer als meine Vorstellungen.
Der Weg in die Gegenwart
Atmen. Weite. Loslassen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.


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