Dienstag, 12. September
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Der Text: Lk 20, 21 – 25
Und sie fragten ihn: Meister, wir wissen, dass du aufrichtig redest und lehrst und nicht auf die Person siehst, sondern wahrhaftig den Weg Gottes lehrst. Ist es uns erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? Er aber durchschaute ihre Hinterlist und sagte zu ihnen: Zeigt mir einen Denar! Wessen Bild und Aufschrift sind darauf? Sie antworteten: Die des Kaisers. Da sagte er zu ihnen: Dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!
Ein Impuls
Es ist verführerisch, Gott und „die Welt“ gegeneinander zu stellen. Dann hat man es klar und muss sich nur noch auf die Seite Gottes stellen. Dann hat man gewonnen. Das versuchen die Fragesteller. Wer kann sich schon gegen Gott stellen? Jesus bricht diesen Gegensatz auf. Der Kaiser hat ein Recht auf seine Münzen, das berührt Gott nicht. Gott lässt sich nicht vereinnahmen. Die Freiheit Gottes ist größer als menschliche Grenzziehung. Deshalb soll man nicht Gott menschliche Interessen unterschieben. In diesem Sinne ordnet Jesus die Verhältnisse durchaus klar, indem er Gott dem Zugriff entzieht. Diese Unverfügbarkeit Gottes haben die Pharisäer vergessen – und oft nicht nur sie. Gott nicht wie eine Münze festzuhalten, sondern frei zu geben, sich von ihm noch viel mehr zu erwarten, als ich je ahne, das bleibt eine Herausforderung.
Der Weg in die Gegenwart
Die Menschen, die heute begegnen, noch einmal in den Blick nehmen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.


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