Mittwoch, 6. September
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Der Text: Lk 20, 10 – 11
Als nun die Zeit dafür gekommen war, schickte er einen Knecht zu den Winzern, damit sie ihm seinen Anteil an der Frucht des Weinbergs geben sollten. Die Winzer aber prügelten ihn und jagten ihn mit leeren Händen fort. Darauf schickte er einen anderen Knecht; auch ihn prügelten und entehrten sie und jagten ihn mit leeren Händen fort.
Ein Impuls
Ausgemacht war, den Weinberg zu verpachten. Es ist keine Überraschung, dass der Besitzer nun die Pacht fordert. Die Reaktion der Winzer jedoch ist eine unvorhergesehene Wendung. Gleich zweimal prügeln sie den Knecht und schicken ihn, wie Lukas zweimal betont, mit leeren Händen davon. Nichts wollen diese Winzer abgeben. Sie haben sich den Weinberg sozusagen unter den Nagel gerissen. Unvorhergesehen ist auch die Reaktion des Besitzers des Weinbergs. Er schickt einen anderen Knecht. Anders gesagt, er gibt eine zweite Chance. Sich etwas unter den Nagel reißen ist heute auch nicht unbekannt, eine Chance geben hat es jedoch mitunter schwer. Mir kommen zwei Zeilen aus dem Vater Unser in den Sinn: Dein Wille geschehe, und: Wie auch wir vergeben.
Der Weg in die Gegenwart
Innehalten. Atmen. Weitergehen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.


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