1.9. Raum. Der Sommerblog

Freitag, 1. September

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir (Apg 17, 28)

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Der Raum: Das Abteil

Es gibt es ja kaum noch in den Zügen: das Abteil. Im Waggon reihte sich eines an das andere. Ein schmaler Gang, auf dem man zur Not sitzen konnte, von dem die Abteiltüren abgingen. Oft brauchte es etwas Kraft, sie zu öffnen. Hinter der halb verglasten Schiebetür waren sechs Plätze, jeweils drei in einer Reihe. Man wusste nie, wen man traf oder wer später zustieg. Das konnte anstrengend sein, aber oft gab es interessante Gespräche mit Menschen, die man sonst nie getroffen hätte.

Ein Impuls

Ich weiß nicht, wen ich heute treffe oder wer zusteigt in das Abteil meines Tages. Vielleicht ist es anstrengend, vielleicht interessant. „Entschuldigung, ist hier noch frei?“ Wenn ich den Krempel vom Sitz räume, ja. Ob Gott manchmal auch höflich fragt – und ob ich dann den Sitz frei räume?

Der Weg in die Gegenwart

Auf den Atem beten: Du in mir und ich in dir.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.