29.8. Raum. Der Sommerblog

Dienstag, 29. August

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir (Apg 17, 28)

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Der Raum: Der Opernsaal

Ein hoher Raum, im Oval geschwungen. Stuck und Kronleuchter verzieren die Decke. Die Seiten sind durch Emporen und Logen gegliedert. Die Stühle tragen einen dunkelroten Samt. Von der Bühnendecke hängt schwer der große Vorhang. Im Orchestergraben stehen, auf den ersten Blick etwas unordentlich, die Stühle und Notenpulte der Musikerinnen und Musiker. Der Sall ist bereit für die Vorstellung. Die Türen können sich öffnen und das Publikum kann die Plätze einnehmen.

Ein Impuls

Ein Opernsaal ist ein Klangraum. Er ist so gebaut, dass die Musik gut zum Klingen kommt. Es gibt Hall, aber nicht zu viel, und die Frequenzen werden so reflektiert, dass es natürlich klingt, nicht zu dumpf und nicht zu schrill. Die Ausstattung schafft eine feierliche Atmosphäre. So feierlich geht es im Alltag in der Regel nicht zu. Eher gleicht er dem Orchestergraben, wo alles ein wenig kreuz und quer herumsteht. In diesem Durcheinander, in meinem nicht ganz so feierlichen Opernsaal, dessen Akustik auch nicht immer die Beste ist, da kann Gott ganz wunderbare Musik erklingen lassen. Das ist oft ein leiser Ton, und doch erfüllt er den Raum.

Der Weg in die Gegenwart

Auf den Atem beten: Du in mir und ich in dir.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.