24.8. Raum. Der Sommerblog

Donnerstag, 24. August

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir (Apg 17, 28)

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Der Raum: Der Balkon

Groß ist mein Balkon nicht. Aber eine Bank hat Platz, sogar ein altes Waschbecken, das als Mini-Teich dient. Die Seerosen wissen noch nicht so genau, was sie von ihrem Domizil halten sollen, aber ihre Blätter sind schön grün. Balkonkästen sorgen für weiteres Grün und den einen und anderen Farb- und Dufttupfer. Die Geräusche der Stadt verbinden sich mit jenen der Natur, der Verkehr rauscht, hier und da erklingt eine Sirene, der Wind rauscht in den Blättern und Vögel stimmen ihr Lied an. Stadt und Natur wagen ein Tänzchen am milden Abend.

Ein Impuls

Der Balkon eröffnet einen Raum, in dem Gegensätzliches einfach da sein kann, ohne sich auf die Füße zu treten und ohne eines von beidem beiseite zu schieben. Oft ist es umgekehrt, und dann werden Meinungen und mitunter auch Menschen beiseite geschoben. Manchmal muss man sich für eines entscheiden, manchmal muss ein Kompromiss von beidem gefunden werden, und manchmal muss man das Unterschiedliche einfach unterschiedlich sein lassen, weil etwas Besonderes entstehen kann, eben so ein Tänzchen an einem milden Abend, nicht nur auf dem Balkon.

Der Weg in die Gegenwart

Bewusst über die Schwelle gehen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.