11.8. Raum. Der Sommerblog

Freitag, 11. August

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir (Apg 17, 28)

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Der Raum: Die S- Bahn, spät abends

Ich habe Freunde besucht und nehme spät abends die S Bahn, es geht auf Mitternacht zu. Die Bahn ist gut gefüllt, ich finde nur noch einen Stehplatz und schaue mich um: Das Partyvolk ist unterwegs zum Club, eine Gruppe junger Frauen ist besonders aufgekratzt. Ein älteres Paar, chic gekleidet, unterhält sich leise, vielleicht sind sie auf dem Rückweg von der Oper. Menschen mit müden Gesichtern dösen vor sich hin, nachdem die Schicht vorbei ist, ein Obdachloser schlurft auf der Suche nach Pfand durch den Gang, und einige schauen auf den Bildschirm ihres Handys oder lauschen der Musik aus ihren kleinen weißen Kopfhörern.

Ein Impuls

Viele unterschiedliche Menschen finden sich ein in diesem öffentlichen Raum der Bahn. Ich denke an Madeleine Delbrêl und kann für einen Moment ahnend erspüren, was sie schreibt, über das Café Le clair de lune und die Pariser Metro, mitten in der Nacht: Du wolltest dort du selbst sein, für ein paar Stunden der Nacht.

Der Weg in die Gegenwart

Innehalten.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.