4.8. Raum. Der Sommerblog

Freitag, 4. August

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir (Apg 17, 28)

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Der Raum: Auf den Bäumen am Mainufer

Als Kinder sind wir gerne an das Ufer des Mains gegangen. Obwohl er begradigt ist, gab (und gibt) es Stellen, an denen das Ufer flach abfällt. Pappeln säumen das Ufer, es bilden sich kleine Buchten und die Bäume ragen ins Wasser. Manchmal gab es einen Baumstamm, der fast waagerecht in das Wasser hinausragte. So ein Baumstamm war besonders spannend, weil man darauf klettern konnte, um das nächste Schiff abzuwarten. Der Sog zog das Wasser erst weg, so dass die Flusskiesel zum Vorschein kamen, bis das Wasser in entgegengesetzter Richtung zurückkam. War der Ast hoch genug, oder bekamen wir durch die Welle nasse Füße?

Ein Impuls

Wir haben uns den Raum am Flussufer gestaltet. Mal war es ein Piratenschiff, mal eine Festung am Wasser, mal ein großer Experimentierkasten … Die Phantasie hat den Raum immer wieder neu geschaffen und Geschichten erzählt. Welche Räume finde ich an diesem Tag? Und welche Geschichten erzähle ich? Vielleicht habe ich Lust, der Phantasie einfach freien Lauf zu geben. Der Baumstamm wird zum Piratenschiff oder – frei nach Erich Kästners „Der 35. Mai“ – der Schrank zum Tor für eine andere Welt.
Ein kleiner Ausschnitt aus „Der 35. Mai“, zum Schmunzeln

Der Weg in die Gegenwart

Die Gedanken laufen lassen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.