31.7. Raum. Der Sommerblog

Montag, 31. Juli

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir (Apg 17, 28)

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Der Raum: Ein Parkplatz

Es gibt ihn im Überfluss auf den Asphaltwüsten vorm Supermarkt auf der grünen Wiese. Es gibt ihn als Carport neben dem Eigenheim und es gibt ihn als knappes Gut in der Stadt, den Parkplatz. Er ist ein Raum, der einfach da ist – oder eben auch nicht – und über den man nicht weiter nachdenkt, es sei denn man sucht einen für sein Auto oder auch für sein Rad. Aus der Sicht dessen, der fährt, definiert sich dieser Raum aus seiner Eigenschaft, ob er passt, aus der Sicht der anderen erscheint er als verlorener Raum.

Ein Impuls

„Ich drehe schon seit Stunden hier so meine Runden … Ich will zu dir, mein Schatz und finde keinen Parkplatz“ singt Herbert Grönemeyer im Song „Mambo“. Ja, das ist das Luxusproblem des Städters, keinen Platz für seine Kiste zu finden; die Kehrseite der Mobilität. Doch soll es nicht um Verkehrspolitik oder Gesellschaftskritik gehen. Der Parkplatz ist da, ich muss ihn suchen und ich muss dann auch einparken. Wie oft muss ein Gedanke oder auch ein Gebet Runden drehen, bis es passt, bis ich zur Ruhe komme. Auch da muss ich sozusagen einparken, dem Gedanken sagen, er ist für heute zu Ende gedacht, das Amen des Gebetes sprechen.

Der Weg in die Gegenwart

Am Abend: Tief einatmen und ausatmen und den Tag gehen lassen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.