15.6. Lukas. Tagebuch eines Landarztes

Donnerstag, 15. Juni

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Der Text: Lk 19, 4 – 5a

Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste. Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf.

Ein Impuls

Jesus musste vielleicht genau schauen. Ein Maulbeerfeigenbaum kann sehr ausladend sein. Irgendwo da hockt Zachäus. Die Früchte dieses Baumes und sein Milchsaft waren Heilmitten, das Holz fand vielerlei Verwendung. Der Arzt Lukas setzt Zachäus sozusagen auf eine große Heilpflanze. Da deutet er an, was geschehen wird: Zachäus empfängt Heil. Mag der Baum aus pragmatischen Gründen gewählt worden sein (er stand eben da und er war groß), er wird zum Heilmittel. Der ruhige Moment am Morgen, ein Innehalten am Tag, der Blick in eine Kirche, die auf dem Weg liegt, geteilte Zeit mit einem Menschen … große und kleine Maulbeerfeigenbäume gibt es im Alltag.

Maulbeerfeigenbaum
Bild: Canva

Der Weg in die Gegenwart

Für einige Atemzüge beim Atem bleiben.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.